Co-kreative Projektentwicklung integriert verschiedene Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis und ermöglicht verschiedenen Akteurinnen und Akteuren aktiv gemeinsam an der Entstehung, Planung und Gestaltung eines Projekts zu arbeiten. Dieser Ansatz basiert auf Prinzipien der partizipativen Zusammenarbeit, des Dialogs und der gegenseitigen Inspiration, um innovative und bedürfnisorientierte Lösungen zu entwickeln. 

In einem co-kreativen Lehrsetting wurden beispielsweise von Studierenden im berufsbegleitenden BA-Studiengang Soziale Arbeit [LINK] Projektideen entwickelt, die das Ankommen von Menschen mit Fluchterfahrung in einem dörflichen Kontext erleichtern. Am Beispiel einer Gemeinschaftsunterkunft haben die Studierenden untersucht, welche Bedingungen das Ankommen von Menschen mit Fluchterfahrung rahmen und welche Herausforderungen sich daraus für Fachkräfte und Ehrenamt, aber auch für die Geflüchteten selbst ergeben. Diese Erkenntnisse, die die Studierenden in zahlreichen Interviews mit Fachkräften, Verwaltung, ehrenamtlich Engagierten und Geflüchteten gewonnen haben, flossen ein in Ideen und Vorschläge, ausgewählte Herausforderungen besser bewältigen zu können.